Vita

Seine Wurzeln liegen in der symphonischen Blasmusik, der Spielmannsmusik und in der elektronischen Tanzmusik. Er lernte Trompete, Querflöte, Klavier, Fanfare und Parforcehorn. Mit 13 Jahren begann er zu komponieren und gewann in jungen Jahren beim Kompositionswettbewerb der BDMV den 2. Förderpreis. Bereits seine Facharbeit (am Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium in Aschaffenburg) wurde neben Deutschland auch in Polen aufgeführt.

Nach seinem Abitur war Mattes Flügelhornist im Heeresmusikkorps 12 in Veitshöchheim (2004–2006). Er studierte Komposition auf Diplom an der Hochschule für Musik Würzburg (Klasse Prof. Heinz Winbeck / Márton Illés / Tobias PM Schneid) und besuchte die Fortbildungsklasse bei Robert HP Platz. Er nahm außerdem an einem Meisterkurs bei Krzysztof Penderecki und an zahlreichen Einzellehrveranstaltungen (unter anderem bei Klaus Ospald, Jürgen Schmitt, Hermann Beyer uvm.) teil. Der häufige Wechsel der Kompositionslehrer machte ihm eine Vielzahl an verschiedenen musikalischen Sichtweisen zugänglich und hat sein musikalisches Schaffen entscheidend geprägt.

Dirk Mattes ist Finalist des internationalen Dirigentenwettbewerb des NBMB 2017. Seine Kompositionen führten ihn an das Pult der Bläserphilharmonie Aachen, des Sinfonischen Blasorchesters Vorspessart, des Sinfonischen Blasorchesters der Landesmusikjugend Hessens, des Projektorchesters Würzburg, des Bundesspielleuteorchesters, des Jugendverbandsorchesters des Blasmusikverbandes Vorspessart, sowie an das Pult zahlreicher anderer Blas- und Spielleuteorchester. Als ehemaliger Musikalischer Leiter des Spielleuteorchesters des TV 1901 Michelbach (Sieger Bay. Orchesterwettbwerb 2015 Klasse F, mehrfacher Bay. und Dt. Meister) konzertierte er u.a. im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks. Außerdem dirigierte Mattes – v.A. durch seine Eigenkompositionen – unzählige Projektbesetzungen. Daraus erwuchs eine rege Dozententätigkeit, die sich über ganz Deutschland erstreckt.

Mattes erhiehlt Kompositionsaufträge durch das Festival UnerHÖRTes (2014,2016), schrieb den Hymnus des Bayerischen Landesmusikfestes 2015, komponierte die Theatermusik zu „Die lustigen Weiber von Windsor“ an der Werkstattbühne Würzburg und erhielt einen Kompositonsauftrag über eine Konzertintroduktion vom Vokalensemble „Crescendo“. Für das Ensemble Kontraste rekonstruierte er, mit „Marietta´s Lied“, ein kammermusikalisches Arrangement aus Erich Korngolds Oper „Die versunkene Stadt“.

Seine Werke wurden von Orchestern wie dem Landespolizeiorchester Bayern (Dirigent: Prof. Johann Mösenbichler), der Bläserphilharmonie Aachen (Dirigent: Tobias Haussig), dem Landespolzeiorchester NRW (Dirigent: Scottt Lawton), dem Sinfonischen Blasorchester Musikbund Ober- und Niederbayern (Dirigent: Markus Theinert), dem Sinfonischen Blasorchester des Blasmusikverbandes Vorspessart (Dirigent: Harald Krebs), dem Projektorchester Würzburg (Dirigent: Christian Steinlein) und zahlreichen anderen sinfonischen Blasorchestern aufgeführt.

Seine Musik zeichnet durch das Zusammenwirken scheinbarer Banalität und komplexer Verstrickung aus. Neben blockhaften Setzungen lastet ihr zumeist etwas prozesshaftes – von innerer Spannung getriebenes – an. Seine Orchestration ist entscheidend geprägt durch die langjährige Arbeit an Synthesizern, sowie dem Studium der Werke großer Meister. Ein weiteres Stilmerkmal ist der umfangreiche Einsatz von Schlaginstrumenten, dessen Ursprung in seinen musikalischen Wurzeln zu finden ist. Das strukturierte Gestalteten von Zeit ist Mattes ein besonderes Anliegen. Die zumeist klar nachvollziehbare Großfrom wird häufig angereichert durch spontane Ausbrüche, oder einen kleinen Umweg, der wie ein schelmisches Augenzwinkern wirkt. Dabei gerät sie jedoch niemals in Gefahr, sondern erhält dadurch die nötige Frische. Die Einordnung seiner Ästhethik in ein bestimmtes Genre, ist bestenfalls im Einzelfall möglich (obgleich unnötig) und wird seinem vielfältigen Gesamtwerk keineswegs gerecht.

Für seine kulturellen Leistungen als Komponist und Dirigent, wurde Dirk Mattes mit der Ehrennadel der Stadt Alzenau ausgezeichnet.